Topping from the Bottom - Wenn Kontrolle nur eine Illusion ist
Topping from the Bottom - Wenn Kontrolle nur eine Illusion ist
08.05.2026
In der Dynamik zwischen Domina und submissivem Gast spielt Vertrauen eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig ist jedoch die Klarheit über Rollen und Führung.
Ein Begriff, der in diesem Kontext häufig fällt, ist Topping from the Bottom. Gemeint ist damit der Versuch eines submissiven Partes, trotz seiner klare Rolle Einfluss auf Ablauf, Intensität oder Richtung der Session zu nehmen, sei es subtil oder offen.
Wichtig sind dabei klare Unterscheidungen:
Es geht nicht darum, dass Wünsche oder Vorstellungen geäußert werden. Ein respektvoller Austausch über Fantasien und Grenzen bildet die Grundlage jeder intensiven Begegnung.
Auch geht es nicht darum, dass der Sub bewusst zu bestimmten Handlungen gezwungen werden möchte, weil er weiß, dass es nicht einfach für ihn wird und er gewissen Druck benötigt, um auszuführen, was von ihm erwartet wird.
Topping from the Bottom beginnt dort, wo innerhalb der Session selbst versucht wird, unmittelbar Einfluss auf meine Führungsweise zu nehmen.
Eine Session lebt von der Präsenz beider Parts, der Dominante und der Submissive. Weiterhin ist Klarheit und ein echtes Machtgefälle erforderlich. Wer sich für eine Session entscheidet, traut sich mir bewusst an. Es ist eine bewusste Entscheidung dafür Kontrolle abzugeben und sich hinzugeben. Nicht, um die Kontrolle in nächsten Moment wieder an sich zu ziehen.
Während der Session liegt die Führung bei mir. Ich bestimme Tempo, Intensität und Richtung. Ich lese, führe und forme darauf basierend die Dynamik. Der Sub fügt sich.
Versuche, diese Führung zu lenken, unterbrechen nicht nur den Fluss, sondern verhindern die Tiefe, die viele eigentlich suchen.
Aufgrund meiner Erfahrung und Menschenkenntnis lassen sich Kandidaten, die zu diesem Verhalten neigen, häufig bereits vor der ersten Session erkennen. Die Art der Kommunikation, das Formulieren der Erwartungen und der Umgang mit meiner Struktur geben klare Hinweise darauf, ob jemand wirklich bereit ist, sich wirklich einzulassen oder ob ein inneres Bedürfnis nach Kontrolle bestehen bleibt.
Wahre Hingabe beginnt dort, wo die Kontrolle des Subs aufhört.
Comtessa Liliette